Rieselfeld Wansdorf

Zu den Flächen der Berliner Stadtgüter gehören rund 5.000 Hektar ehemalige Rieselfelder, die historisch bedingt mit Schwermetallen belastet sind. Jahrzehntelang wurden die Abwässer aus Berlin auf den sogenannten Rieselfeldern entsorgt, was die zuvor unzumutbaren hygienischen Zustände der wachsenden Metropole enorm verbesserte.

Leider gelangten durch die damals vielen Fabriken in der Stadt auch Giftstoffe auf die Rieselfelder. Dazu gehören zum Beispiel Schwermetalle. Bis heute sind viele Böden der Rieselfelder stark belastet. Nahrungs- oder Futtermittel können dort nicht angebaut werden.
Solange die Giftstoffe im Boden gebunden sind, sind sie für Menschen und Tiere ungefährlich. In einem Forschungsprojekt mit der Humboldt Universität und der Technischen Universität Berlin entwickeln wir deshalb Methoden, um die Altlasten zuverlässig in den Böden zu binden. Dafür untersuchen wir den Einsatz unterschiedlicher Pflanzenarten und Zusatzstoffe im Labor, auf kleinen Versuchsparzellen und größeren Versuchsflächen im Rieselfeld.

Auf diesen haben wir außerdem eine Mischung aus mehrjährigen Blumen und Gräsern ausgesät. Das sieht nicht nur schön aus, sondern zieht auch viele Tiere und Insekten an – unser Beitrag für eine höhere Artenvielfalt auf Stadtgutflächen.