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ERLEBNISTAG

Bau einer Totholzhecke am Berliner Mauerweg in Osdorf/Birkholz

Wenn die Berliner Stadtgüter gebeten werden ihr Wissen über Natur und Umweltschutz weiter zu geben, tun sie das gern. Mit besonderer Freude vermitteln wir unser Wissen an Schüler jeder Altersklasse und Kitakinder. Die Sensibilisierung für den Wert unserer Umwelt kann unserer Meinung nach nicht früh genug begonnen werden. Spielerisch wird die Wissensvermittlung mit der Praxis verknüpft und ein lehrreicher Tag zu einer spannenden Gemeinschaftsaktion.

Eine solche Gemeinschaftsaktion haben wir am 12. Juli 2016 mit Schülerinnen und Schülern der Annedore-Leber-Grundschule aus Lichtenrade auf dem Berliner Mauerweg erlebt. Der Berliner Mauerweg ist der historische Grenzverlauf zwischen dem Westteil Berlins und der ehemaligen DDR. Die Schülerinnen und Schüler der Annedore-Leber-Grundschule hatten die Möglichkeit spielerisch eine Totholzhecke zu bauen und so etwas für unsere Natur beizusteuern.

Mitarbeiter der Berliner Stadtgüter GmbH erklärten zunächst den Kindern an Hand von Bildern, was eine Totholzhecke ist und welche Vielfalt von Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum in einer solchen Hecke finden. Mit großer Begeisterung haben die Kinder anschließend, zusammen mit dem Förster der Berliner Stadtgüter GmbH, Äste und Zweige aus der Umgebung gesammelt und eine Totholzhecke errichtet. Um zu schauen, ob sich bei den Kindern das Gelernte auch verinnerlicht hat, gab es zum Schluss noch ein kleines Rätsel, welches die Schülerinnen und Schüler mit Bravur gelöst haben. Als Dank für die tolle Mitarbeit erhielt jedes Kind, der Annedore-Leber-Grundschule, eine Teilnehmer-Urkunde für seine Mithilfe am Projekt.

Erlebnistag in Birkholz
Erlebnistag in Birkholz
Erlebnistag in Birkholz
Erlebnistag in Birkholz
Erlebnistag in Birkholz

DENKMALPFAD

Zeugen der Zeit: Rieselfeldtechnik in Großbeeren

Die stillgelegte Rieselanlage in Großbeeren ist ein wichtiges Zeugnis der Berliner Stadtgeschichte. 1881 eingerichtet und in Betrieb genommen, leistete sie über 100 Jahre lang gute Dienste bei der Abwasserentsorgung. Noch heute veranschaulichen Standrohr, Absetzbecken, Grabenzuläufe, Schieber und Durchlässe das Funktionsprinzip dieser technischen Einrichtung, dessen wichtigste Bestandteile seit 1999 unter Denkmalschutz stehen.

Öffentlicher Denkmalpfad seit 2008
Die Rieselanlage Großbeeren kann jederzeit ohne Eintritt besichtigt werden. Sie liegt zu Fuß gut 10 Minuten vom Gedenkturm im Zentrum Großbeerens entfernt, am Ende der Trebbiner Straße. Von dem 9 m hohen Standrohr aus führt ein ca. 2 km langer Denkmalpfad den Besucher durch die Geschichte. Schautafeln, Relikte der Originalausstattung und relevante Exponate aus der Vergangenheit erläutern das faszinierende Prinzip der Rieselfeldwirtschaft. Wir danken dem Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e.V. und der Gemeinde Großbeeren für die effektive Zusammenarbeit in diesem Projekt.

Ein revolutionäres Prinzip im Dienste der Gesundheit
Mitte des 19. Jahrhunderts begannen viele Großstädte mit dem Bau unterirdischer Entsorgungssysteme für ihre Abwässer. Gravierende Hygieneprobleme entsorgten diese Abwassersysteme gleich mit. In Berlin bereitete der preußische Stadtplaner James Hobrecht gemeinsam mit Rudolf Virchow den Weg in die Moderne. Über das um 1875 gebaute, radiale Berliner Kanalisationssystem gelangten die Abwässer auf spezielle Rieselfelder vor den Toren der Stadt. Der sandige Boden dort hatte die Abwässer auf natürliche Weise gefiltert, entwickelte sich durch die natürliche Düngung sogar teilweise zu fruchtbarem Boden für Obstanbau, Feld- und Weidewirtschaft.

Im Zuge der Industrialisierung jedoch gelangten jahrzehntelang Schwermetalle und chemische Schadstoffe in die Kanalisation, sodass viele Rieselflächen heute (schwer) belastet sind. 1996 schließlich hat man zahlreiche Rieselfelder stillgelegt, auch die Anlage in Großbeeren. Dennoch bleibt sie als Vorläufer moderner Kläranlagen Einzeldenkmal der Kulturgeschichte.

Download Flyer Denkmalpfad »

LÖWENZAHNPFAD

Abenteuer für Kinder: Lehrpfade im Naturpark Barnim

Der Löwenzahnpfad ist ein abwechslungsreicher Erkundungsweg im Naturpark Barnim und seit seiner Eröffnung 2010 ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Grundschulklassen nördlich von Berlin. Die 3,6 km lange, überwiegend als Rundweg angelegte Strecke bietet spannende Entdeckungen und Erlebnisse in der Natur.

Vom S-Bahnhof Mühlenbeck/Mönchmühle der Linie S8 ist der Löwenzahnpfad im 15-minütigen Spaziergang gut zu erreichen. Die Route verläuft quer durch das Naturschutzgebiet „Schönerlinder Teiche“, wobei zahlreiche Schautafeln den Besuchern vielerlei Wissenswertes über die Natur, ihre Landschaften und ihre Bewohner vermitteln. Höhepunkte bilden die sechs Erlebnisstationen zu unterschiedlichen Themen:

Erlebnisstationen inmitten der Natur

  • Geschichte
  • Wissen der Bienen mit Insektenhotel
  • Tierische Rasenmäher
  • Schatz in der Hecke
  • Entdeckerturm (Wasservögel beobachten)
  • Tagebuch und Forscherkiste

Seit 1997 hat sich im ca. 50 ha großen Naturschutzgebiet ein einzigartiger Lebensraum entwickelt. Visuelles Zentrum des Naturparks ist eine ehemalige Teichanlage, die einst als Rieselfeldnachklärbecken und Karpfenzuchtgewässer genutzt worden war. Heute haben hier viele selten gewordene Vogelarten eine sichere Heimat gefunden. Spannende Anblicke entlang der Schönerlinder Teiche bieten auch die imposanten Wasserbüffel und Wildpferde, die in den angrenzenden Flächen sowie Feuchtbereichen weiden.

Berlin-Brandenburger Gemeinschaftsprojekt
Entstanden ist der Löwenzahnpfad in einer Kooperation des ZDF mit dem Verband Deutscher Naturparke (VDN) anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Kindersendung „Löwenzahn“. Entwickelt und realisiert wurde das Projekt von der Naturwacht des Naturparks Barnim gemeinsam mit den Teams der BERLINER STADTGÜTER und der Agrar GmbH Hobrechtsfelde. Die Naturerlebnisstationen hat das Land Brandenburg finanziert; die Aussichtsplattform haben die BERLINER STADTGÜTER errichtet.