Feld mit Strohballen




…Natürlich gute Gründe für den Schutz der Bienen

Mit dem Projekt „Mitschwärmen!“ engagiert sich die BERLINER STADTGÜTER GmbH für Wild- und Honigbienen sowie andere Bestäuber. Bestäubende Insekten sind ein unersetzbarer Teil unseres Ökosystems. 80 Prozent unserer heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Blütenbesucher angewiesen. Seit Jahren aber wird ein dramatischer Rückgang der Bienen- und Insektenpopulationen beobachtet. Viele Wildbienenarten sind bereits vom Aussterben bedroht. Ein Grund: Durch die industrielle Landwirtschaft und die Flächenversiegelung finden die Bestäuber nicht mehr genug Nahrung und Nistplätze.

Deshalb haben wir unser Projekt „Mitschwärmen!“ gestartet: Wir legen Blühsäume an, erhöhen die Artenvielfalt auf Wiesen, pflanzen verstärkt früh- und spätblühende Sträucher und schaffen Überwinterungsquartiere aus Totholz. Imkern stellen wir nahrungsreiche Standorte zur Verfügung. Wir kooperieren mit wissenschaftlichen Instituten und leisten wertvolle Umweltbildungsarbeit. Auch unsere Pächter wollen wir zum Mitschwärmen gewinnen. Viele sind schon sehr aktiv.
Wie auch Sie mitschwärmen können, erfahren Sie in unserem Flyer.

Mehr Mitschwärmer >>>

Reiche Apfelernte 2018

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Grundschule „Am Röthepfuhl“ aus Teltow konnten dieses Jahr aus dem Vollen schöpfen. Die vor 18 Jahren als Ausgleich- und Ersatzmaßnahme im Ruhlsdorfer Rieselfeld gepflanzten Apfelbäume boten reichlich köstliche Äpfel. Über 150 kg Äpfel holte die Schulklasse von Bäumen!

Da die Berliner Stadtgüter GmbH im Sommer ihr Bienenprojekt „Mitschwärmen!“ gestartet hat, stand die diesjährige Ernte unter dem Motto „Ohne Bienen kein Apfelsaft“. Während des obligatorischen Probesaftpressens vor Ort wurden den Kindern mit einem Wissensquiz wichtige Inhalte und Zusammenhänge des Bienenschutzes vermittelt. Zu gewinnen gab es eine Stadtgüter-Ehrennadel mit Bienenmotiv.

„Für ein Unternehmen der öffentlichen Hand, welches so nah an Urproduktion und Natur arbeitet wie wir, gehört regionale Umweltbildung zur unbedingten Verpflichtung,“ erklärt Christian Sobioch von den Berliner Stadtgütern.

„Die Kinder nehmen wirklich viel mit von diesen Tagen in der Natur, die viele so noch nicht erlebt haben. Sie genießen die Zeit sehr und reden noch lange über ihre Apfelabenteuer. Nicht umsonst streiten die Klassen jedes Jahr darum, wer zur Ernte darf“, sagt der Klassenlehrer, Herr Pösch-Schatz.
Die geernteten Äpfel wurden in einer Mosterei zu köstlichem Saft verarbeitet. Alle Schüler/-innen erhalten eine Flasche als Lohn für das Geleistete.

LÖWENZAHNPFAD

Nachwuchs bei den Wasserbüffeln

Bei den Wasserbüffeln auf den Weideflächen an den Schönerlinder Teichen gibt es erneut Nachwuchs. Das Wasserbüffelkälbchen wurde am 4. September 2018 geboren und kann mit etwas Glück vom Löwenzahnpfad aus beobachtet werden. Schon im zarten Alter von vier Tagen unternahm das kleine „Büffelmädchen“ gemeinsam mit seiner Mutter und den Tanten den ersten Badeausflug. Die Wasserbüffelherde zählt nun vier Kälber und ist damit auf insgesamt elf Tiere angewachsen. Die drei älteren, im Januar geborenen Kälber sind Bullen. Die Wasserbüffel beweiden die Flächen zusammen mit 14 Konikstuten und ihren fünf Fohlen.

Die Schönerlinder Teiche stehen bereits seit 1997 unter Naturschutz. Vor über 100 Jahren zur Abwasser-Verrieselung angelegt, sind die Teiche heute Heimat vieler seltener Pflanzen- und Tierarten. Die Berliner Stadtgüter und das ZDF haben vor acht Jahren rund um die Teichlandschaft den nach der bekannten Kindersendung „Löwenzahn“ benannten Löwenzahnpfad angelegt. Von dem knapp vier Kilometer langen Naturlehrpfad aus kann man Wasserbüffel, Konikpferde und viele Wasservögel beobachten. Kindgerechte Schautafeln und spannende Erlebnisstationen vermitteln Wissenswertes über Natur und Landschaft.

Der Löwenzahnpfad ist ein lohnendes Ausflugsziel für die ganze Familie und ist vom S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle der Linie S8 gut zu erreichen.

Eröffnung der neuen Schutzhütte

Den Besuchern des Löwenzahnpfades war es von 2010 bis Anfang 2016 möglich, die vielfältige Landschaft des Naturschutzgebietes „Schönerlinder Teiche“, vor den Toren Berlins von einer Aussichtsplattform aus, auf sich wirken zu lassen. Nach langjähriger Nutzung dieser Aussichtsplattform, haben sich die Berliner Stadtgüter dazu entschieden diese zu erneuern. Unter der Leitung von Frau Beate Sobioch ist eine Schutzhütte mit Aussichtsplattform aus Eichen- und Robinienholz entstanden.

In Vorbereitung der Eröffnung haben unsere FÖJlerin und unsere Auszubildenden des 1. Ausbildungsjahres am 08.09.2017 in Zusammenarbeit mit der Naturwacht Barnim, den Weg und den Weidentunnel vor der Schutzhütte instand gesetzt.

Gemeinsam mit einer Vorschulgruppe der Kita Spatzenhaus aus Mühlenbeck übergab die Geschäftsführerin der Berliner Stadtgüter GmbH, Frau Katrin Stary, die neue Schutzhütte am 13.09.2017 der Öffentlichkeit. Die Kinder bauten, Wind und Regen trotzend, mit großer Begeisterung Nisthilfen für Bienen und lauschten den Ausführungen des Mitarbeiters der Naturwacht Dirk Krone. Mit kurzen kindgerechten Erzählungen erklärte er den Kindern die heimische Natur. Abschließend konnte die Gruppe, von der neuen Schutzhütte aus, bei einer kleinen Stärkung die Wildpferde und Wasserbüffel beim Weiden und Pflegen des weitläufigen Geländes beobachten.

Die Schutzhütte samt Plattform ist nun wieder frei begehbar und lädt Naturliebhaber und Erholungssuchende zu einer kurzen Rast mit weitem Blick über das abwechslungsreiche Gelände ein.

Eröffnung der neuen Schutzhütte
Eröffnung der neuen Schutzhütte
Eröffnung der neuen Schutzhütte
Eröffnung der neuen Schutzhütte
Eröffnung der neuen Schutzhütte

ERLEBNISTAG

Bau einer Totholzhecke am Berliner Mauerweg in Osdorf/Birkholz

Wenn die Berliner Stadtgüter gebeten werden ihr Wissen über Natur und Umweltschutz weiter zu geben, tun sie das gern. Mit besonderer Freude vermitteln wir unser Wissen an Schüler jeder Altersklasse und Kitakinder. Die Sensibilisierung für den Wert unserer Umwelt kann unserer Meinung nach nicht früh genug begonnen werden. Spielerisch wird die Wissensvermittlung mit der Praxis verknüpft und ein lehrreicher Tag zu einer spannenden Gemeinschaftsaktion.

Eine solche Gemeinschaftsaktion haben wir am 12. Juli 2016 mit Schülerinnen und Schülern der Annedore-Leber-Grundschule aus Lichtenrade auf dem Berliner Mauerweg erlebt. Der Berliner Mauerweg ist der historische Grenzverlauf zwischen dem Westteil Berlins und der ehemaligen DDR. Die Schülerinnen und Schüler der Annedore-Leber-Grundschule hatten die Möglichkeit spielerisch eine Totholzhecke zu bauen und so etwas für unsere Natur beizusteuern.

Mitarbeiter der Berliner Stadtgüter GmbH erklärten zunächst den Kindern an Hand von Bildern, was eine Totholzhecke ist und welche Vielfalt von Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum in einer solchen Hecke finden. Mit großer Begeisterung haben die Kinder anschließend, zusammen mit dem Förster der Berliner Stadtgüter GmbH, Äste und Zweige aus der Umgebung gesammelt und eine Totholzhecke errichtet. Um zu schauen, ob sich bei den Kindern das Gelernte auch verinnerlicht hat, gab es zum Schluss noch ein kleines Rätsel, welches die Schülerinnen und Schüler mit Bravur gelöst haben. Als Dank für die tolle Mitarbeit erhielt jedes Kind, der Annedore-Leber-Grundschule, eine Teilnehmer-Urkunde für seine Mithilfe am Projekt.

Erlebnistag in Birkholz
Erlebnistag in Birkholz
Erlebnistag in Birkholz
Erlebnistag in Birkholz
Erlebnistag in Birkholz

DENKMALPFAD

Denkmal der Technik – Zeuge der Geschichte – Reservat der Natur

Wenn Sie die Stadt- und Technikgeschichte am technischen Denkmal in Großbeeren erkunden wollen, sei Ihnen unser neuer Flyer empfohlen. Die liebevoll illustrierte Wanderkarte erläutert den rund zwei Kilometer langen Denkmalpfad mit seinen sieben Exkursionspunkten.

Download des Flyers

Zeugen der Zeit: Rieselfeldtechnik in Großbeeren

Die stillgelegte Rieselanlage in Großbeeren ist ein wichtiges Zeugnis der Berliner Stadtgeschichte. 1881 eingerichtet und in Betrieb genommen, leistete sie über 100 Jahre lang gute Dienste bei der Abwasserentsorgung. Noch heute veranschaulichen Standrohr, Absetzbecken, Grabenzuläufe, Schieber und Durchlässe das Funktionsprinzip dieser technischen Einrichtung, dessen wichtigste Bestandteile seit 1999 unter Denkmalschutz stehen.

Öffentlicher Denkmalpfad seit 2008
Die Rieselanlage Großbeeren kann jederzeit ohne Eintritt besichtigt werden. Sie liegt zu Fuß gut 10 Minuten vom Gedenkturm im Zentrum Großbeerens entfernt, am Ende der Trebbiner Straße. Von dem 9 m hohen Standrohr aus führt ein ca. 2 km langer Denkmalpfad den Besucher durch die Geschichte. Schautafeln, Relikte der Originalausstattung und relevante Exponate aus der Vergangenheit erläutern das faszinierende Prinzip der Rieselfeldwirtschaft. Wir danken dem Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e.V. und der Gemeinde Großbeeren für die effektive Zusammenarbeit in diesem Projekt.

Ein revolutionäres Prinzip im Dienste der Gesundheit
Mitte des 19. Jahrhunderts begannen viele Großstädte mit dem Bau unterirdischer Entsorgungssysteme für ihre Abwässer. Gravierende Hygieneprobleme entsorgten diese Abwassersysteme gleich mit. In Berlin bereitete der preußische Stadtplaner James Hobrecht gemeinsam mit Rudolf Virchow den Weg in die Moderne. Über das um 1875 gebaute, radiale Berliner Kanalisationssystem gelangten die Abwässer auf spezielle Rieselfelder vor den Toren der Stadt. Der sandige Boden dort hatte die Abwässer auf natürliche Weise gefiltert, entwickelte sich durch die natürliche Düngung sogar teilweise zu fruchtbarem Boden für Obstanbau, Feld- und Weidewirtschaft.

Im Zuge der Industrialisierung jedoch gelangten jahrzehntelang Schwermetalle und chemische Schadstoffe in die Kanalisation, sodass viele Rieselflächen heute (schwer) belastet sind. 1996 schließlich hat man zahlreiche Rieselfelder stillgelegt, auch die Anlage in Großbeeren. Dennoch bleibt sie als Vorläufer moderner Kläranlagen Einzeldenkmal der Kulturgeschichte.

Denkmalpfad 2019

Bild: Berliner Stadtgüter